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Entwurf DIN ISO 45001 Arbeitsschutzmanagementsysteme – Anforderungen mit Leitlinien zur Anwendung (ISO/DIS 45001.2:2017); Text Deutsch und Englisch

Die Internationale Labor Organisation (ILO) schätzt, dass zum Zeitpunkt der Erarbeitung dieses internationalen Norm-Entwurfs jährlich 2,3 Millionen Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle und Krankheiten sterben. Eine Organisation ist für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Beschäftigten und anderer Personen in ihrer Zuständigkeit verantwortlich, die in ihrem Auftrag eine Tätigkeit verrichten, einschließlich Förderung und Schutz ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit. Die Einführung eines Arbeitsschutz-Managementsystems (AMS) kann einer Organisation ermöglichen, ihre Leistungen bezüglich der Gesundheit und Arbeitssicherheit zu verbessern sowie dabei, ihre Risiken zu handhaben. Zweck eines AMS ist die Bereitstellung eines Rahmenwerks für das Management der Vermeidung von Todesfällen, Arbeitsunfällen und Krankheit. Das beabsichtigte Ergebnis ist die Vermeidung von Todesfällen, Arbeitsunfällen und Krankheit bei Beschäftigten, die Verbesserung und Bereitstellung eines sicheren und gesunden Arbeitsplatzes für die Beschäftigten und sonstige Personen in ihrer Zuständigkeit. Die Umsetzung eines AMS ist eine strategische und operative Entscheidung einer Organisation. Der Erfolg des Arbeitsschutzmanagementsystems ist abhängig von der Führung, Verpflichtung und Beteiligung sämtlicher Ebenen und Funktionen der Organisation. Dieser internationale Norm-Entwurf, wie andere Internationale Normen, beabsichtigt nicht, die gesetzlichen Vorschriften einer Organisation zu verschärfen oder zu ändern. Der Nachweis der erfolgreichen Umsetzung dieses internationalen Norm-Entwurfs kann von einer Organisation dazu verwendet werden, Beschäftigten und anderen interessierten Parteien zu versichern, dass ein wirksames A&GS-Managementsystem vorhanden ist. Die Übernahme dieses internationalen Norm-Entwurfs wird jedoch nicht allein optimale Ergebnisse sicherstellen. Die Grundlage des in diesem internationalen Norm-Entwurf angewendeten A&GS-Managementsystemansatzes beruht auf dem PDCA-Konzept (PDCA, en: Plan, Do, Check, Act), das Führung, Verpflichtung und die Beteiligung von Beschäftigten und, sofern vorhanden, deren Vertreter aus allen Ebenen und Funktionsbereichen der Organisation erfordert. Das PDCA-Modell ist ein iterativer Prozess, der von Organisationen verwendet wird, um eine fortlaufende Verbesserung zu erreichen. Dieser internationale Norm-Entwurf legt Anforderungen an das Arbeitsschutzmanagementsystem fest, mit Leitlinien zur Anwendung, um eine Organisation in die Lage zu versetzen, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen für die Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingte Erkrankungen bereitzustellen und um ihre A&GS-Leistung proaktiv zu verbessern. Das schließt die Entwicklung und Umsetzung einer A&GS-Politik und von A&GS-Zielen ein, die den relevanten gesetzlichen Vorschriften und sonstigen Anforderungen Rechnung tragen, denen die Organisation unterliegt. Dieser internationale Norm-Entwurf enthält keine Anforderungen, die für andere Managementsysteme spezifisch sind, wie für das Qualitäts-, Umwelt-, Sicherheits- oder Finanzmanagement, obwohl seine Elemente mit Anforderungen anderer Managementsysteme in Einklang stehen können oder in diese integriert werden können.

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