Rechtsprechung und Urteile

Toilettensturz ist kein Arbeitsunfall

Wer während der Arbeit mal auf das stille Örtchen muss, sollte aufpassen, dass kein Unfall passiert. Denn dieser wäre nicht unfallversichert, wie das Sozialgericht Heilbronn kürzlich entschieden hat.

Kein Unfallversicherungsschutz auf dem Weg vom Arzt zum Betrieb

Erleidet ein Arbeitnehmer nach einem knapp einstündigen Arztbesuch während der Arbeitszeit auf dem Rückweg zum Betrieb einen Verkehrsunfall, liegt kein Arbeitsunfall vor.

Kinderschrei ins Ohr einer Erzieherin begründet keinen Arbeitsunfall

Eine Erzieherin, die Ohrgeräusche darauf zurückführt, dass ihr ein Kind ins Ohr geschrien habe, hat keinen Anspruch auf Entschädigungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung.

Verletzung bei betrieblich organisiertem Fußballspiel

Ein Systemadministrator wollte einen beim Fußballspiel erlittenen Achillessehnenriss als Arbeitsunfall anerkennen lassen. Die zuständige Berufsgenossenschaft lehnte ab und bekam vor dem Landesozialgericht Recht.

Körperverletzung durch Arbeitskollegen kann Arbeitsunfall sein

Wird ein Beschäftigter auf dem Nachhauseweg von einem Kollegen zusammengeschlagen, kann dies ein Arbeitsunfall darstellen. Zu diesem Urteil ist das Landessozialgericht Baden-Württemberg gekommen.

Arbeitsunfall mit Kaffeetasse in der Hand

Ein Sturz kann ein Arbeitsunfall sein, auch wenn Gegenstände aus dem privaten Lebensbereich involviert sind

Sonntagsspaziergang kann Arbeitsunfall sein

Das Düsseldorfer Sozialgericht erkannte einen Verkehrsunfall, der sich während eines Sonntagsspaziergang ereignete als Arbeitsunfall an.

Borrelieninfektion eines Försters ist keine Berufskrankheit

Die Borrelieninfektion eines Forstwirts allein reicht nicht aus für eine Anerkennung als Berufskrankheit. Hierfür müssten neben der Infektion auch die typischen Symptome einer Borreliose im Vollbeweis vorliegen, hat das Bundessozialgericht entschieden.

Kein Versicherungsschutz bei eigenwirtschaftlichem Handeln

Eine Tätigkeit als Bauhelfer steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn eigenwirtschaftliche Motive im Vordergrund stehen.

Gefahrtarif der Unfallversicherung bei veränderten Arbeitsinhalten

Verlagert ein Textilunternehmen seine Produktion in Billiglohnländer, ist der Gefahrtarif zur Berechnung der Unfallversicherungsbeiträge nach dem geringeren Gefährdungspotential der verbleibenden logistischen und vertrieblichen Tätigkeiten am Stammsitz der Firma zu bestimmen.

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